Unterschied Make-up Artist, Visagist, Kosmetiker, Maskenbildner

Wie in vielen anderen Branchen auch, gibt es im Bereich Make-up/Kosmetik viele Begriffe und Berufsbezeichnungen, deren Definition und Abgrenzung voneinander meist schwierig ist. Vor allem heutzutage, wo fremdsprachliche Begriffe oft als Synonym verwendet werden, kann Verwirrung entstehen. Wir erklären dir in diesem Artikel genau, wo die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Berufen: Visagist, Kosmetiker, Make-up Artist und Maskenbildner liegen.

Visagist und Make-up Artist

Prinzipiell haben beide Begriffe dieselbe Bedeutung, zumindest in der Übersetzung. Während das Wort ,,Visagist” aus dem Französischen stammt, ist dessen englische Übersetzung ,,Make-up Artist”. Übersetzt bedeutet beides Maskenbildner.

Im Deutschen gibt es allerdings Unterschiede, die schon in der Ausbildung beginnen. Eine Visagistenausbildung ist in der Friseur- sowie Kosmetiklehre meist schon inbegriffen. So lernen Visagisten beispielsweise nur eine Lidschattentechnik, wie man diese dann unterschiedlichen Augenformen anpasst, ist kein Ausbildungsbestandteil. Ein Make-up Artist hingegen hat wesentlich fundiertere Kenntnisse. Er kreiert seine Make-ups beim Kunden unter Einbeziehen der Merkmale zur Gesichts- und Augenform, und Hautmerkmale werden dabei ebenso berücksichtigt wie Farbtypanalysen. Der Make-up Artist erarbeitet zusammen mit dem Kunden oftmals anhand von Moodboards einen angesagten Look.

Die Make-up Artist Ausbildung ist daher umfangreicher als die des Visagisten. So stehen auch Themen wie Editorial Looks, Special Effects oder Pop Art auf dem Unterrichtsplan.
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Der Beruf des Maskenbildners

Während die Begriffe Visagist und Make-up Artist nicht rechtlich genau definiert sind, stellt der Maskenbildner einen Lehrberuf dar, der eine 3-jährige Ausbildung vorsieht. Diese Personen sind meist im Bereich Film und Theater tätig. Zudem arbeiten Maskenbildner mit spezieller Modelliermasse, Camouflage-Make-up, Kunsthaar oder beispielsweise Kunstblut. Diese Berufsgruppe besitzt somit zwar Tätigkeitsbereiche, die denen eines Visagists angehören, jedoch nutzen sie das Make-up nicht als reine Verschönerung, sondern zur Umgestaltung, Formveränderung und Spezialeffekten. Maskenbildner können somit auch die Arbeit eines Visagisten sowie Make-up Artists übernehmen, jedoch nicht umgekehrt.

Der Beruf des Kosmetikers

Ein Kosmetiker arbeitet zwar teilweise auch mit Make-up, jedoch hat dieser Beruf im Großen und Ganzen keine Gemeinsamkeiten mit denen des Maskenbildners, Visagisten oder Make-up Artists. Kosmetiker kümmern sich schlicht um die Pflege des Körpers, sprich der Haut, des Gesichts sowie der Hände und Füße. Zusätzlich gehören auch die Haarentfernung sowie Massagen und andere Wellnessbehandlungen zu den Tätigkeitsfeldern eines Kosmetikers. Kosmetiker können zusätzliche Fortbildungen machen, um dann auch Kenntnisse im Bereich des Make-ups zu erlangen, was jedoch nicht die Regel ist.

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